NN November 1997:

Illustration 06 von Georg Baier Arbeitskreis für Geschichte und Brauchtumspflege hatte zu einer Autorenlesung eingeladen

... Robert Dennerlein die Sprache bisweilen als Peitsche. mit der er sein Auditorium in eine Richtung treibt, um es dann mit der Pointe ins Leere laufen zu lassen ...

... Mit der Mundart hat Robert Dennerlein natürlich keine Probleme. Aber auch er setzt den Dialekt gezielt und sparsam zur Akzentuierung ein als Mittler und Mittel zum Zweck, nicht als Selbst-Zweck. Seine kurzen, prägnanten Beschreibungen, Beobachtungen aus dem Alltag, riefen immer wieder vor allem beim älteren Publikum Kopfnicken und Zwischenapplaus hervor ...

... Dennerlein brillierte mit "Mir wurde ein CD-Player geboren" ...

... engagiert Stellung zur aktuellen Politik und der Vergangenheit ...

... Ironie ist auch eines der Stilmittel Dennerleins. Doch bei ihm maskiert sie erkennbar oft nur die Verzweiflung an der Unveränderbarkeit der rnenschlichen Natur und der politischen Verhaltensweisen. Mit Wortgewalt versucht er, der täglich wachsenden Gewalt zu begegnen und weiß doch, daß seine Hilfsmittel unzulänglich sind. Doch zumindest bei den aufmerksam mitgehenden Weisendorfer dürften seine und auch die Worte seiner Kollegin auf fruchtbaren Boden gefallen sein.